Persönliche Assistenz finden: So erstellst du ein gutes Profil auf AssistMatch

Wer persönliche Assistenz sucht oder selbst als Assistenzkraft tätig werden möchte, kennt das Problem: Die passende Person zu finden ist oft nicht einfach. Es geht nicht nur um Arbeitszeiten oder Aufgaben. Es geht auch um Vertrauen, Alltag, Nähe, Kommunikation und darum, ob beide Seiten menschlich zusammenpassen.
Genau deshalb ist ein gutes Profil so wichtig. Auf AssistMatch können Menschen mit Assistenzbedarf, Assistenzkräfte, Pflegefachkräfte und Dienstleister deutschlandweit miteinander in Kontakt kommen. Privatpersonen können AssistMatch kostenlos nutzen; ein Chat entsteht erst nach beidseitigem Interesse, und Kontaktdaten in Profiltexten werden bis dahin geschützt beziehungsweise maskiert.
Ein gutes Profil hilft dabei, schneller passende Matches zu finden. Es zeigt anderen Menschen, wer du bist, was du suchst oder anbietest und welche Unterstützung wirklich zu dir passt.
Warum dein Profil so entscheidend ist
Ein Profil ist oft der erste Eindruck. Noch bevor jemand dir schreibt, entscheidet diese Person anhand deiner Angaben, ob ein Kontakt sinnvoll sein könnte.
Ein gutes Profil beantwortet wichtige Fragen: Wer bist du? Suchst du Assistenz oder bietest du Assistenz an? In welcher Region suchst du? Für welche Zeiten brauchst du Unterstützung? Welche Aufgaben gehören dazu? Welche Eigenschaften sind dir wichtig? Gibt es besondere Anforderungen, zum Beispiel Pflegeerfahrung, Führerschein oder körperliche Belastbarkeit?
Je klarer dein Profil ist, desto besser können andere einschätzen, ob es passt. Das spart beiden Seiten Zeit und verhindert Missverständnisse. Wichtig ist aber auch: Ein gutes Profil muss nicht perfekt sein. Es soll ehrlich, verständlich und hilfreich sein.
1. Beschreibe kurz, wer du bist
Beginne dein Profil mit einer kurzen persönlichen Vorstellung. Das muss nicht lang sein. Zwei bis vier Sätze reichen oft aus.
Wenn du Assistenz suchst, kannst du zum Beispiel schreiben: "Ich bin 32 Jahre alt, lebe in Stuttgart und suche persönliche Assistenz für meinen Alltag. Mir ist ein respektvoller, zuverlässiger und humorvoller Umgang wichtig. Ich möchte möglichst selbstbestimmt leben und suche Menschen, die mich dabei unterstützen."
Wenn du Assistenz anbietest, kannst du schreiben: "Ich bin 25 Jahre alt und möchte als persönliche Assistenz tätig werden. Ich bin zuverlässig, offen und habe Freude daran, Menschen im Alltag zu unterstützen. Erfahrung im sozialen Bereich bringe ich bereits mit." Diese kurze Vorstellung macht dein Profil persönlicher. Menschen reagieren eher auf Profile, die echt und nahbar wirken.
2. Sag klar, ob du Assistenz suchst oder anbietest
Das klingt selbstverständlich, wird aber oft vergessen. Schreibe direkt am Anfang, was du möchtest. Zum Beispiel: "Ich suche persönliche Assistenz." Oder: "Ich möchte als Assistenzkraft arbeiten." Oder: "Wir suchen für unser Kind eine Schulbegleitung." Oder: "Unser Assistenzdienst sucht neue Mitarbeitende und möchte Menschen mit Assistenzbedarf erreichen." So erkennt die andere Seite sofort, ob dein Profil relevant ist.
3. Gib deinen Ort und den möglichen Umkreis an
Persönliche Assistenz findet meistens im Alltag statt. Deshalb ist der Ort sehr wichtig. Schreibe nicht nur das Bundesland, sondern möglichst konkret: "Ich suche Assistenz in Ravensburg und Umgebung." Oder: "Ich biete Assistenz im Raum Ulm, Neu-Ulm und Biberach an."
Wenn du mobil bist, kannst du ergänzen: "Einsätze im Umkreis von etwa 25 Kilometern sind möglich." Wenn Assistenz teilweise online oder organisatorisch stattfinden kann, kannst du das ebenfalls erwähnen. Bei persönlicher Assistenz, Pflege, Schulbegleitung oder Alltagsbegleitung ist der tatsächliche Einsatzort aber meistens entscheidend.
4. Beschreibe den Unterstützungsbedarf konkret
Wenn du Assistenz suchst, solltest du möglichst klar erklären, wobei du Unterstützung brauchst. Mögliche Bereiche sind: Unterstützung im Alltag, Haushalt, Einkaufen, Freizeitbegleitung, Mobilität, Begleitung zu Terminen, Pflege, Unterstützung bei Kommunikation, Unterstützung bei Arbeit, Ausbildung oder Studium, Schulbegleitung, Nachtbereitschaft, Assistenz auf Reisen oder Strukturierung des Alltags.
Du musst nicht jedes Detail öffentlich schreiben. Aber eine grobe Beschreibung hilft sehr. Beispiel: "Ich suche Unterstützung im Alltag, vor allem beim Haushalt, bei Terminen, bei Freizeitaktivitäten und teilweise bei der Körperpflege. Außerdem wünsche ich mir Assistenz, die mich dabei unterstützt, meinen Alltag selbstbestimmt zu gestalten." Oder bei Schulbegleitung: "Für unser Kind suchen wir eine zuverlässige Schulbegleitung. Wichtig sind Geduld, ein ruhiger Umgang und die Bereitschaft, eng mit Schule und Familie zusammenzuarbeiten."
Wenn du Assistenz anbietest, beschreibe, wobei du unterstützen kannst: "Ich kann Unterstützung im Alltag, bei Freizeitaktivitäten, Terminen, Haushalt und einfacher Grundpflege anbieten."
5. Nenne den zeitlichen Umfang
Viele Kontakte scheitern daran, dass die Zeiten nicht zusammenpassen. Deshalb solltest du möglichst früh schreiben, wann und wie oft Assistenz benötigt wird. Hilfreiche Angaben sind: Anzahl der Stunden pro Woche oder Monat, Wochentage, Tageszeiten, Wochenenden ja oder nein, Nachtdienste ja oder nein, flexible oder feste Zeiten, kurzfristige Einsätze möglich oder nicht.
Beispiel: "Ich suche Unterstützung für etwa 20 Stunden pro Woche, vor allem nachmittags und am Wochenende." Oder: "Gesucht wird Assistenz im Schichtdienst, auch an Wochenenden. Die genaue Dienstplanung erfolgt gemeinsam." Wenn du Assistenz anbietest: "Ich bin vor allem abends und am Wochenende verfügbar. Unter der Woche kann ich nach Absprache einzelne Dienste übernehmen." Je genauer diese Angaben sind, desto besser können passende Personen reagieren.
6. Schreibe ehrlich, welche Anforderungen wichtig sind
Nicht jede Assistenzstelle passt zu jeder Person. Das ist völlig normal. Umso wichtiger ist es, Anforderungen klar und fair zu benennen. Mögliche Anforderungen können sein: Führerschein erforderlich, eigenes Auto notwendig, Pflegeerfahrung gewünscht, Ausbildung im sozialen oder pflegerischen Bereich, Erfahrung mit Autismus, Epilepsie, psychischer Erkrankung oder körperlicher Behinderung, körperliche Belastbarkeit, Nichtraucher gewünscht, Bereitschaft zu Wochenenddiensten, Haustiere im Haushalt, Unterstützung bei Transfers, Deutschkenntnisse oder Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit.
Formuliere Anforderungen möglichst respektvoll. Statt "Nur Leute mit Erfahrung melden." besser: "Erfahrung in der persönlichen Assistenz ist hilfreich, aber nicht zwingend erforderlich. Wichtig sind Zuverlässigkeit, Offenheit und die Bereitschaft, sich einzuarbeiten." So bleibt dein Profil einladend, aber trotzdem klar.
7. Beschreibe, was dir im Umgang wichtig ist
Persönliche Assistenz ist sehr nah am Alltag. Deshalb zählen nicht nur fachliche Fähigkeiten, sondern auch der zwischenmenschliche Umgang. Du kannst zum Beispiel schreiben: "Mir ist wichtig, dass meine Assistenz mich nicht bevormundet, sondern mich in meinen eigenen Entscheidungen unterstützt." Oder: "Ich wünsche mir eine ruhige, zuverlässige und respektvolle Person, die offen kommuniziert." Oder: "Humor ist mir wichtig, genauso wie klare Absprachen und gegenseitiger Respekt."
Für Assistenzkräfte ist dieser Punkt ebenfalls hilfreich: "Mir ist ein wertschätzender Umgang wichtig. Ich arbeite gerne selbstständig, aber klare Absprachen helfen mir sehr." Gerade bei persönlicher Assistenz ist Selbstbestimmung ein zentrales Thema. Das Persönliche Budget soll Menschen mit Behinderung ermöglichen, Leistungen eigenverantwortlich und möglichst selbstbestimmt zu organisieren; § 29 SGB IX beschreibt das Persönliche Budget ausdrücklich als Leistungsform zur Förderung eines selbstbestimmten Lebens.
8. Achte auf Privatsphäre und Sicherheit
Ein gutes Profil muss nicht alles öffentlich erzählen. Persönliche Assistenz ist ein sensibles Thema. Deshalb solltest du genau überlegen, welche Informationen direkt im Profil stehen und welche Details du erst später im Chat oder Gespräch mitteilst.
Du musst zum Beispiel nicht sofort Diagnosen, vollständige Adressen, private Telefonnummern oder sehr persönliche Lebensumstände veröffentlichen. Auf AssistMatch ist ein Vorteil, dass die Kontaktaufnahme über den Chat nach beidseitigem Interesse läuft. Dadurch müssen Telefonnummer oder E-Mail-Adresse nicht direkt öffentlich im Profil stehen.
- Sinnvoll ist: grobe Beschreibung des Unterstützungsbedarfs, Ort oder Region, aber nicht vollständige Adresse, wichtige Anforderungen, gewünschte Zeiten, Kontakt zunächst über AssistMatch.
- Nicht empfehlenswert ist: private Handynummer direkt ins Profil schreiben, vollständige Anschrift veröffentlichen, sensible Unterlagen hochladen, Diagnosen ausführlich öffentlich darstellen, finanzielle Details offen nennen. Mehr Details können später im persönlichen Gespräch geklärt werden.
9. Nutze ein freundliches und passendes Profilbild
Ein Profilbild schafft Vertrauen. Es muss kein professionelles Foto sein. Wichtig ist, dass es freundlich, klar und passend wirkt. Ein gutes Profilbild zeigt dich gut erkennbar, wirkt freundlich, ist nicht zu dunkel, enthält keine unnötigen Filter und passt zum Thema Assistenz und Alltag.
Wenn du kein persönliches Bild verwenden möchtest, kann auch ein neutrales Bild sinnvoll sein. Trotzdem gilt: Profile mit einem sympathischen und echten Eindruck wirken meistens vertrauenswürdiger. Bei Dienstleistern, Sanitätshäusern oder Hotels sollte das Logo oder ein professionelles Bild verwendet werden.
10. Vermeide zu kurze oder unklare Texte
Viele Profile bleiben ohne Kontakt, weil sie zu wenig Informationen enthalten. Nicht ideal wäre: "Suche Assistenz. Bitte melden." Das ist zu ungenau. Andere wissen nicht, wo, wann, wofür und unter welchen Bedingungen Assistenz gesucht wird.
Besser wäre: "Ich suche persönliche Assistenz in Freiburg für etwa 15 Stunden pro Woche. Es geht vor allem um Unterstützung im Alltag, Begleitung zu Terminen und Freizeitaktivitäten. Wichtig sind mir Zuverlässigkeit, ein respektvoller Umgang und klare Absprachen. Erfahrung ist schön, aber nicht zwingend notwendig." Das ist deutlich hilfreicher und wirkt seriöser.
11. Beispiel: Profil für Assistenznehmer
Hier ist ein Beispiel, das du direkt als Orientierung nutzen kannst: "Hallo, ich bin 29 Jahre alt und suche persönliche Assistenz in München. Ich benötige Unterstützung im Alltag, vor allem bei Terminen, Freizeitaktivitäten, Haushalt und Mobilität. Mir ist wichtig, möglichst selbstbestimmt zu leben und meinen Alltag aktiv zu gestalten. Der Umfang liegt ungefähr bei 20 Stunden pro Woche. Die genauen Zeiten können wir gemeinsam besprechen. Teilweise wären auch Wochenenddienste möglich. Wichtig sind mir Zuverlässigkeit, ein respektvoller Umgang, Geduld und klare Kommunikation. Erfahrung in der persönlichen Assistenz ist hilfreich, aber nicht zwingend erforderlich. Ich freue mich über passende Matches und ein erstes Kennenlernen über den AssistMatch-Chat."
12. Beispiel: Profil für Assistenzkräfte
Auch Assistenzkräfte sollten ihr Profil sorgfältig ausfüllen. Ein gutes Profil zeigt, was du kannst, wann du verfügbar bist und welche Art von Tätigkeit du suchst. Beispiel: "Hallo, ich bin 24 Jahre alt und möchte als persönliche Assistenz tätig werden. Ich habe Erfahrung im sozialen Bereich und unterstütze gerne Menschen dabei, ihren Alltag selbstbestimmt zu gestalten. Besonders wichtig sind mir ein respektvoller Umgang, Zuverlässigkeit und gute Absprachen. Ich kann Unterstützung im Alltag, bei Freizeitaktivitäten, Terminen, Haushalt und einfacher Pflege anbieten. Verfügbar bin ich vor allem abends, am Wochenende und nach Absprache auch unter der Woche. Einsätze im Raum Stuttgart und Umgebung sind möglich. Ich freue mich über passende Matches und ein erstes Gespräch."
13. Beispiel: Profil für Schulbegleitung
Wenn es um Schulbegleitung oder Integrationshilfe geht, sollte das Profil besonders klar und sachlich formuliert sein. Beispiel: "Wir suchen eine zuverlässige Schulbegleitung für unser Kind im Raum Ulm. Wichtig sind ein ruhiger Umgang, Geduld und die Bereitschaft, unser Kind im Schulalltag zu unterstützen. Es geht vor allem um Struktur, Orientierung, soziale Situationen und Unterstützung während des Unterrichts. Erfahrung mit Kindern oder im pädagogischen Bereich wäre hilfreich, ist aber nicht in jedem Fall zwingend erforderlich. Wichtig sind Zuverlässigkeit, Einfühlungsvermögen und eine gute Zusammenarbeit mit Familie und Schule. Der Einsatz wäre an mehreren Vormittagen pro Woche während der Schulzeit. Genauere Informationen besprechen wir gerne im persönlichen Kontakt."
14. Was gehört nicht in dein Profil?
Ein Profil soll informieren, aber nicht überfordern. Manche Themen gehören besser in den späteren persönlichen Austausch. Nicht unbedingt ins öffentliche Profil gehören: vollständige Diagnosen, intime Details, vollständige Adresse, private Telefonnummer, Ausweiskopien oder Unterlagen, Bewilligungsbescheide, genaue Angaben zu Einkommen oder Budgethöhe, Konflikte mit früheren Assistenzkräften oder Diensten.
Natürlich kann es wichtig sein, bestimmte Unterstützungsbedarfe klar zu benennen. Aber sensible Details solltest du erst teilen, wenn Vertrauen entstanden ist.
15. Tipps für die erste Nachricht nach einem Match
Nach einem Match beginnt der nächste Schritt: das erste Gespräch. Eine gute erste Nachricht muss nicht kompliziert sein. Sie sollte freundlich, klar und konkret sein. Beispiel für Assistenznehmer: "Hallo, vielen Dank für das Match. Dein Profil klingt interessant. Ich suche Assistenz in meinem Alltag, vor allem zu den genannten Zeiten. Hättest du grundsätzlich Interesse an einem kurzen Kennenlernen?"
Beispiel für Assistenzkräfte: "Hallo, danke für das Match. Ich könnte mir gut vorstellen, dich im Alltag zu unterstützen. Deine Angaben passen grundsätzlich zu meiner Verfügbarkeit. Gerne können wir uns kurz austauschen." Wichtig ist: Kläre am Anfang die wichtigsten Punkte, bevor ihr ein persönliches Treffen vereinbart. Dazu gehören Ort, Zeiten, Aufgaben, Erwartungen, Erfahrung, Bezahlung oder Kostenträger und der nächste Schritt.
16. Aktualisiere dein Profil regelmäßig
Ein Profil ist nicht für immer fertig. Wenn sich deine Situation ändert, solltest du es anpassen. Aktualisiere dein Profil, wenn sich dein Stundenumfang ändert, du neue Zeiten suchst, du umziehst, du keine Assistenz mehr suchst, du neue Erfahrungen gesammelt hast, du bestimmte Aufgaben nicht mehr anbieten möchtest oder du neue Anforderungen hast. Ein aktuelles Profil wirkt verlässlicher und verhindert unnötige Anfragen.
17. Wie AssistMatch bei der Suche helfen kann
AssistMatch wurde entwickelt, um die Suche nach persönlicher Assistenz einfacher und übersichtlicher zu machen. Statt lange Beiträge zu durchsuchen, können Nutzer passende Profile entdecken, Interesse zeigen und bei gegenseitigem Interesse miteinander schreiben. Die Plattform richtet sich unter anderem an Menschen mit Assistenzbedarf, Assistenzkräfte, Pflegefachkräfte und Dienstleister.
Dabei kann AssistMatch besonders hilfreich sein, wenn du persönliche Assistenz suchst, selbst als Assistenzkraft arbeiten möchtest, Pflegefachkraft bist, eine Schulbegleitung suchst, als Dienstleister sichtbar werden möchtest, dich mit anderen austauschen möchtest oder passende Angebote rund um Assistenz und Teilhabe finden willst.
AssistMatch ersetzt keine Beratung durch Leistungsträger, EUTB oder Fachstellen. Wenn es um Antragstellung, Persönliches Budget, Eingliederungshilfe oder Zuständigkeiten geht, ist eine unabhängige Beratung sinnvoll. Die EUTB berät Menschen mit Behinderung, von Behinderung bedrohte Menschen und Angehörige kostenlos, unabhängig und bundesweit zu Fragen der Rehabilitation und Teilhabe.
Häufig gestellte Fragen
- Was schreibe ich in mein AssistMatch-Profil?
- In dein Profil gehören die wichtigsten Informationen zu dir, deinem Ort, deinem Unterstützungsbedarf oder deinem Assistenzangebot, den gewünschten Zeiten und deinen Erwartungen. Je klarer dein Profil ist, desto leichter können passende Menschen dich finden.
- Muss ich meine Diagnose ins Profil schreiben?
- Nein. Du musst keine Diagnose öffentlich nennen. Es reicht oft, den Unterstützungsbedarf verständlich zu beschreiben. Sensible Informationen solltest du erst teilen, wenn ein vertrauensvoller Kontakt entstanden ist.
- Sollte ich meine Telefonnummer ins Profil schreiben?
- Besser nicht. Nutze zunächst den geschützten Kontakt über AssistMatch. Persönliche Kontaktdaten kannst du später austauschen, wenn beide Seiten das möchten.
- Wie lang sollte mein Profiltext sein?
- Ein guter Profiltext muss nicht sehr lang sein. Meist reichen 8 bis 15 Sätze. Wichtig ist, dass die zentralen Fragen beantwortet werden: Wer bist du, was suchst oder bietest du, wo, wann und welche Erwartungen gibt es?
- Kann ich AssistMatch auch nutzen, wenn ich noch kein Persönliches Budget habe?
- Ja. AssistMatch kann auch zur Orientierung und Kontaktaufnahme genutzt werden. Wenn es um Finanzierung, Antragstellung oder rechtliche Fragen geht, solltest du dich zusätzlich beraten lassen, zum Beispiel durch eine EUTB oder den zuständigen Leistungsträger.
- Ist AssistMatch für Privatpersonen kostenlos?
- Ja. Für private Assistenznehmerinnen und Assistenznehmer sowie private Assistenzkräfte ist AssistMatch kostenlos. Gewerbliche Anbieter und Selbstständige nutzen kostenpflichtige Angebote. Individuelle Kooperationen und Sonderleistungen: Preis nach Vereinbarung.
Fazit
Ein gutes Profil ist ehrlich, klar und persönlich. Es zeigt, wer du bist, was du suchst oder anbietest und welche Rahmenbedingungen wichtig sind. Du musst nicht alles öffentlich machen. Aber die wichtigsten Informationen sollten vorhanden sein, damit andere Menschen einschätzen können, ob ein Kontakt sinnvoll ist.
Persönliche Assistenz lebt von Vertrauen, Respekt und guter Kommunikation. Ein gut ausgefülltes Profil ist der erste Schritt dorthin. Du suchst persönliche Assistenz oder möchtest selbst als Assistenzkraft tätig werden? Dann erstelle jetzt dein kostenloses Profil auf AssistMatch.
Die passende Assistenz beginnt mit einem Swipe.
Quellen
- Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS): Persönliches Budget
- Gesetze im Internet: § 29 SGB IX – Persönliches Budget
- Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS): Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung
- AssistMatch: Assistenzbörse und Preise
Über den Autor
Moritz Wolfgang Schauenburg
Gründer & Inhaber von AssistMatch